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Zecken
Mit zunehmenden Aussentemperaturen ist in unseren Breiten ab Februar / März mit einer vermehrten Zeckenaktivität zu rechnen. Die Zeckendichte erreicht ihren höchsten Stand im Frühsommer und im Herbst. Im Hochsommer nimmt die Aktivität der Zecken wegen der Trockenheit vorübergehend ab.
Der idealen Lebensraum finden diese Parasiten im dichten Unterholz, Waldrändern, in Büschen und hohem Gras.
Die meiste Zeit verbringen Zecken freilebend auf der Suche nach einem Wirt. Dabei können sie wenn nötig Jahre ohne Nahrungsaufnahme überleben.
Vor der Eiablage saugt die weibliche Zecke Blut. Die Eier werden in der Erde abgelegt, wo sie sich unter günstigen klimatischen Bedingungen innert Wochen zu Larven entwickeln. Aus der Larve entwickelt sich die Nymphe und schliesslich die ausgewachsenen Zecke. Zwischen diesen Entwicklungsschritten ist jeweils immer eine Blutmahlzeit nötig.

Antiparasitäre Lösung zum Auftragen auf die Nackenhaut
Die in der Schweiz meist verbreitete Zeckenart ist der Holzbock, mit wissenschaftlichem Namen Ixodes ricinus.
Diese Zeckenart ist der Überträger der Borreliose und der FSME (Frühsommer Menigoenzephalitis). Beim Erreger der Borreliose handelt es sich um ein Bakterium (Borrelia burgdorferi) bei dem der FSME um einen Virus. Sowohl der Mensch wie auch Säugetiere sind für die Erreger empfänglich.
Klinische Infektionen bei Haustieren werden vorwiegend bei Hunden beobachtet.
Infektionen mit Borrelien können leicht übersehen werden da unspezifische Symptome wie Fieber, Müdigkeit und Bewegungsunlust auftreten. Im weiteren Krankheitsverlauf können Entzündungen der Gelenke (Arthritis), des Herzmuskels oder der Nieren auftreten. Die bei Hunden in diesem Zusammenhang häufig beobachtete Arthritis kann zu bleibenden Lahmheitsproblemen führen.
Die FSME Infektion beim Hund führt hauptsächlich zu Ausfallserscheinungen von Nerven respektive Gehirnfunktionen. Lähmungserscheinungen, gestörtes Reaktionsvermögen, Mattigkeit und Abgeschlagenheit sind häufig beobachtete Symptome.
Babesiose. (auch Piroplasmose gennant)
Bei Hunden tritt auch die sogenannte Babesiose auf. Der Erreger ist ein Einzeller (Babesia canis) und wird durch Zeckenarten übertragen die in unseren Breiten kaum anzutreffen sind.
Hunde die sich, z.B während eines Ferienaufenthaltes, in südlichen Gebieten aufhalten sind potentiell gefährdet.
Die Babesiose verläuft unter hohem Fieber und starken Störung des Allgemeinbefindens. Der Erreger bewirkt eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und Störungen der Blutgerinnung. Die Infektion kann zum Tod des betroffenen Hundes führen.
Der Erreger tritt hauptsächlich im Mittelmeergebiet auf, wurde aber auch in der Genferseeregion und in gewissen Gebieten des Juras nachgewiesen.
Schutz vor Zeckenbefall.
Es empfiehlt sich generell Gebiete mit hohem Zeckenaufkommen zu meiden. Bei einem Zeckenbefall sollten diese möglichst umgehend vom Tier abgelesen werden. Am besten benützt man dazu eine Zeckenzange mit der der Parasit vollständig entfernt werden kann.
Vorbeugend werden mit Insektiziden imprägnierte Halsbänder eingesetzt. Seit einigen Jahren sind auch sogenannte „Spot On“ Präparate erhältlich bei denen ein flüssiger Wirkstoff direkt auf die Haut des Tieres aufgetragen wird. Bei diesen Präparaten breitet sich der Wirkstoff über die Körperoberfläche aus, was zu einem ausgezeichneten Schutz vor Zecken führt.
Impfungen.
Seit einiger Zeit werden bei Hunden Impfstoffe gegen Borreliose und Babesiose eingesetzt. Beide Impfstoffe sind in der Schweiz erhältlich.
Die Borreliose Impfung empfehlen wir bei Hunden mit häufigem Zeckenbefall und bei hohem Infektionsrisiko eingesetzt werden.
Die Impfung gegen Babesiose empfiehlt sich vor allem bei Aufenthalten in Gebieten, in denen der Erreger vorkommt. Dazu gehören die Mittelmeergebiete und in der Schweiz das Genferseegebiet.
Bei Hunden ist während der warmen Jahreszeit eine Behandlung mit einem Zeckenschutzmittel empfehlenswert. Das Risiko einer Erkrankung kann dadurch deutlich vermindert werden.
Schutzimpfungen gegen die von Zecken übertragene Krankheitserreger sollten nach Absprache mit dem Tierarzt durchgeführt werden.

