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Zahnpflege

Themen

Zähne und Zahnfleisch.

In der tierärztlichen Praxis gehören Zahn- und Zahnfleischprobleme zu den häufigsten Gesundheitsproblemen überhaupt.
Klinische Studien an Hunden und Katzen haben ergeben das zwischen 30-40% der Tiere an Zahn- respektive Zahnfleischproblemen leiden.
Um der Entstehung von Zahnkrankheiten bei Haustieren vorzubeugen, ist eine regelmässige Pflege der Zähne und periodische Kontrollen des Gebisses beim Tierarzt empfehlenswert.
Zahnstein und schlechter Mundgeruch werden häufig bei Haustieren festgestellt. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen können die Ursache für verschieden Gesundheitsprobleme darstellen.

Leidet mein Tier an Zahnproblemen?
Im Prinzip ist jede Katze und jeder Hund potentiell gefährdet.
Kleine Hunderassen und gewisse Rassekatzen neigen aber vermehrt zu Zahnsteinbildung und Erkrankungen des Zahnfleisches.

Was ist Parodontose?
Von Parodontose spricht man bei entzündlichen Erkrankung Zahnfleisches des Zahnhalteapparates.
Das erste Stadium der Parodontose ist die Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Zahnsteinbildung, übelriechender Mundgeruch, Zahnfleischbluten und gelegentlich Schmerzen beim Kauen werden beobachtet.
Unbehandelt breitet sich die Entzündung weiter aus und befällt die knöcherne Zahnalveole und die Zahnwurzel. Der Zahn lockert sich und fällt schliesslich aus.
Häufig beobachtet man in diesem Stadium Appetitverlust und abnehmende Aktivität.

Welches sind die Folgen von Parodontose?

Die Entzündung des Zahnfleisches und der Zahnwurzeln kann sich auf umliegende Organe wie Augen und Nasenhöhlen ausbreiten. Gelegentlich können Bakterien aus dem Zahnsteinbelag über die Blutbahnen in Herzmuskel, Lunge oder Nieren streuen und zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Wie kann man Zahnsteinbildung und Parodontose vermeiden?

Anfänglich kommt es zur Bildung eines Zahnbelag der sogenannten Plaque. Er besteht im wesentlichen aus einem dünnen Speichelfilm und Bakterien, der mit der Zeit zunehmend dicker wird. Schlussendlich kommt es zu einer Mineralisation des Zahnbelages und zur Zahnsteinbildung.
Regelmässiges Zähneputzen ( 3 x wöchentlich) stellt eine sehr effiziente Massnahme im Kampf gegen die Zahnsteinbildung dar.
Man sollte zum Zähneputzen spezielle Zahnbürsten mit sehr elastischen Borsten benützen um das Zahnfleisch zu schonen. Tierzahnpasten, meist mit Hühnerfleischaroma, können problemlos heruntergeschluckt werden und sind daher anderen Pasten vorzuziehen.

Unterstützend oder bei Tieren wo Zähneputzen nicht möglich ist können auch Kaustreifen eingesetzt werden. Die Kaustreifen bestehen meistens aus Tierhaut und sind mit Substanzen beschichtet die die Zahnsteinbildung verzögern.
Bei Hunden mit starker Tendenz zur Zahnsteinbildung, haben sich auch fluorhaltige Tabletten bewährt die den Tieren im Futter beigemischt werden.

Gute Erfolge hat man auch bei der Verfütterung von Zahn-Diätfutter dass durch seine spezielle Struktur einen vermehrten Abrieb des Plaques und des Zahnsteines bewirkt.

Kaustreifen  - Verminderung der Bildung von Zahnbelägen

Mundspüllösung zur Verzögerung der Zahnsteinbildung

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